Eine Woche voller Zigarren

Aficionados trafen sich beim XIV. Festival del Habano

In diesem Jahr reisten mehr als 1.200 Zigarrenliebhaber zum XIV. Festival del Habano vom 27. Februar bis 2. März 2012 nach Havanna. Das Festival bot den Gästen wieder ein interessantes Programm mit unterschiedlichsten Veranstaltungen, die aber nach Meinung vieler Gäste vor allem durch die Anwesenheit des überaus sympathischen Hollywood-Stars und Musikers James Belushi noch zusätzlich eine echte Bereicherung erfuhren. Die Woche verging wie im Flug, begleitet von fantastischem Wetter und ausgedehnten Stunden des Genusses bester Zigarren. Gespannt warteten die Gäste natürlich auf die geplanten Neueinführungen des Jahres.

Angekündigt war unter anderem eine, die es in dieser Form von dieser Marke noch nie gegeben hatte, und zwei neue Zigarren der Marke Romeo y Julieta. Daneben hofften natürlich auch viele schon einmal auf die ein oder andere Edición Limitada. Und wurden nicht enttäuscht. Bei der Auftaktveranstaltung am Abend des 27. Februar ließen sich die Gäste erst einmal von der Show „ECLECTIC-US“ mit Phil Manzanera, Jack Bruce und Augusto Enriquez unterhalten.

Sie bewiesen damit einmal mehr enormes Sitzfleisch, da die künstlerisch hochwertigen Eröffnungsabende in der Regel zwar anspruchsvoll und interessant, aber leider auch immer etwas lang sind. Doch die Aficionados hatten Geduld und da Vorfreude ja bekanntlich die schönste Freude ist, lohnte sich das Warten und war die Freude dann besonders groß, als es die Cohiba Piramide Extra erstmals zu probieren galt.

Dies ist eine Zigarre im Figurado-Format, mit einem spitz zulaufenden Mundstück und einer beachtlichen Länge von 160 mm. Das Ringmaß zählt mit 54 (21,43mm) zu den mächtigsten im Habanos-Sortiment. Es ist dies übrigens die erste Figurado im Portfolio der Marke Cohiba. Bisher gab es solche Formate nur in limitierten Editionen und besonderen Humidoren. Auch deshalb war das Interesse natürlich groß. Und so wurde schon dieser erste Abend mit dieser ganz besonderen Zigarre zu einem echten Erlebnis.

Am Mittwochabend, am 29. Februar, im Innenhof des „Museo de Bellas Artes“, lauschig gelegen mitten in der Altstadt, gab es neben anderen Zigarren eine der Edición Limitadas für dieses Jahr, die Montecristo 520, zu probieren. Überhaupt stand das Festival dieses Jahr im Zeichen des 520. Jubiläums der Entdeckung Amerikas und damit auch des Tabaks, durch Christoph Kolumbus. Die Gäste waren von dieser Zigarre mit einer Länge von 155 mm und einem 55er Ringmaß sogleich überzeugt.

Auch die San Cristobal de La Habana Torreon kam gut an. Diese Zigarre mit einer Länge von 150 mm und einem 54er Ringmaß wird im Laufe des Jahres in den „Casa del Habano“ und den „Habanos Specialist“ zu erhalten sein. Neben Haila Maria Mompie, einer jungen Sängerin mit einer fantastischen Stimme, sorgte James Belushi an diesem Abend für Bombenstimmung. Als echter Profi, der er nun einmal ist, schaffte er es, das Publikum mit seiner Darbietung mitzureißen, die er spontan und mit fantastischer Unterstützung der Musiker auf die Bühne brachte.

James Belushi

Alle Gäste waren sich einig, dass man so etwas einfach mit eigenen Augen gesehen und eigenen Ohren gehört haben musste. Und da war sein Salto, den er auf der Bühne aus dem Stand absolvierte, das Sahnehäubchen obendrauf. Da sage einer, Zigarre rauchen beeinträchtige die Gesundheit! Die Zigarre legte er übrigens während seines gesamten Auftrittes nur ganz selten aus der Hand und das, obwohl er sogar Mundharmonika spielte.

 

Derart gut unterhalten freuten sich die Gäste natürlich besonders auf die feierliche Abschlussgala am Freitag Abend, die sich James Belushi selbstverständlich auch nicht entgehen ließ. Der Saal erstrahlte in einem kräftigen, warmen Rot und bot damit den stimmungsvollen Rahmen für die Neueinführungen in der Marke Romeo y Julieta.

Höhepunkt des Abends war die Vorstellung der Romeo y Julieta Churchill Reserva Cosecha 2008. Mit einer Länge von 178 mm und einem 47er Ringmaß ist diese aus mindestens drei Jahre speziell reifegelagertem Tabaken gefertigte Zigarre ein besonderes Erlebnis. Gleich zu Beginn des Abends gab es schon die neue Romeo y Julieta Petit Churchill. Diese Zigarre mit nur 102 mm Länge und einem 50er Ringmaß erweitert die Churchill-Linie der Marke Romeo y Julieta, zu der bisher die klassische Churchill, die Wide Churchill und die Short Churchill gehören, um ein weiteres, interessantes Format.

Das Tasting der diesjährigen Edición Regional für Deutschland verlief diesmal sehr interessant. Die Zigarren brachten Juan Carlos Pérez, der Direktor der Manufaktur „José A. Garcia Borroto“ in der Provinz Sancti Spiritus, und der Torcedor Juan Carmona Febles, der die Mischung entwickelt hatte, gleich persönlich mit.

An dieser Degustation nahmen die zum Festival angereisten Fachhändler und einige erfahrene Aficionados teil. Die erst fünf Tage zuvor gerollten Zigarrenmuster erwiesen sich als noch sehr frisch und konnten deshalb kaum beurteilt werden.

Die Teilnehmer regten jedoch an, die Mischung etwas zu verändern und brachten Vorschläge und Wünsche zur geschmacklichen Gestaltung ein. Dadurch wird auch diese Edición Regional Alemania wieder eine ganz nach den Wünschen der deutschen Aficionados gefertigte Zigarre sein. In diesem Jahr wird es nur eine Edición Regional für Deutschland geben. Die Bestimmungen für die Zuteilung der Ediciónes Regionales wurden von Habanos S.A. überarbeitet und die Anzahl insgesamt deutlich reduziert. Auch in Zukunft werden nur wenige, ausgewählte Länder eine Edición Regional pro Jahr bekommen.

Deshalb ist es eine ganz besondere Ehre, dass Deutschland auch in diesem Jahr zu den erwählten Märkten zählt. Natürlich warteten alle wieder auf die Verleihung des „Hombre del Habano“, der im letzten Jahr zur Freude der deutschen und Schweizer Aficionados an den Berliner Zigarrenhändler Dr. Maximilian Herzog verliehen wurde.

In diesem Jahr ging der begehrte Titel an Jemma Freeman, Managing Director des größten britischen Zigarrenimporteurs Hunters & Frankau. Dieses bereits 1790 gegründete Unternehmen wird von ihrer Familie nun bereits in der sechsten Generation geführt. Bei der anschließenden Versteigerung, bei der auch diesmal wieder einzigartige Humidore unter den von Simon Chase geschwungenen Hammer (der allerdings eine Chaveta aus Sterlingsilber ist) kamen, wurde ein Erlös von 730.000 Euro erzielt.

Auch diesmal luden 5THAvenue und die Intertabak AG die Reiseteilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu weiteren Veranstaltungen ein. Dazu gehörte die bei den Teilnehmern traditionell sehr beliebte Zugfahrt. Die Gäste amüsierten sich während der Fahrt und bei der anschließenden Fiesta Cubana prächtig. Dreh- und Angelpunkt am Donnerstag Abend war die Deutsch- Schweizer-Nacht im Club „El Pedregal“. Hervorragende Musiker, cubanische Spezialitäten, feine Zigarren und das Zusammensein mit vielen cubanischen Gästen aus der Tabak- und Zigarrenindustrie machten den Abend zu einem schönen Erlebnis für alle Teilnehmer.

Quelle: 5th Avenue

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